Seniorenbrief 5

Oliver Cromwells Sekretär war einmal in wichtigen Angelegenheiten auf dem Festland unterwegs. Als er in einer Hafenstadt übernachtete, wälzte er sich auf seinem Bett hin und her und konnte nicht schlafen.

Wie es damals üblich war, nächtigte ein Diener in seinem Zimmer, der einen gesegneten Schlaf zu haben schien. Nach einiger Zeit weckte der Sekretär den Diener und beklagte sich über seine Schlaflosigkeit: „Ich mache mir solche Sorgen darüber, dass wir mit unseren Plänen scheitern könnten.“

weiterlesen…Seniorenbrief 5

Seniorenbrief 4

Sonnenblumen und Pflaumen. Ein Strauß großer gelber Sonnenblumen in einer Vase und ein Teller mit Pflaumen auf dem Tisch.

Ich hoffe sehr, dass Ihr, wenn auch zuhause und vielleicht alleine ein wunderschönes, vielleicht umso intensiveres Osterfest hattet. Vielleicht habt Ihr bei einem Spaziergang durch unsere Stadt die Osterbilder bewundern können, die große und kleine Künstler vor ihre Häuser gemalt haben. Es war eine wunderschöne „Ausstellung“. Vielleiht habt Ihr Euch aber auch am Wachsen der Kresse gefreut (ich hoff mal, dass sie schön gewachsen ist) und Euch damit den Salat verfeinert. Frühlingszeit… Freiheit… Draußensein… das Erwachen der Natur beobachten!

Das lässt unsere Seele aufatmen und bringt vieles in uns zum Schwingen. Die Natur erleben mit allen Sinnen, Sonne tanken, den Wolken nachschauen — all das sind Erlebnisse, die wir uns im Frühling wünschen.

weiterlesen…Seniorenbrief 4

Seniorenbrief Nr. 3

In der Karwoche 2020

Fällt Ostern in diesem Jahr aus? Nein wirklich nicht! Auch wenn die Ostergottesdienste in der Kirche und die Osterbesuche in unseren Familien ausfallen. Ostern fällt nicht aus! Die Osterbotschaft geht auch in diesem Jahr um die Welt.

Uns fehlt gerade vieles: die Gottesdienste, die Abendmahlsfeier, die Auferstehungsfeier in Zienken oder das Osterfrühstück. Es fehlen die Besuche von unseren den Familien und vielleicht sogar

weiterlesen…Seniorenbrief Nr. 3

Seniorenbrief Nr. 2

Wir machen Termine und Programme. Und dann kommt so ein eigenartiger Virus daher, durchkreuzt alle unsere Pläne und wirft alles über den Haufen. Das ist ärgerlich und ich finde es so schade, dass wir uns nicht zu unseren Gottesdiensten oder Passionsandachten versammeln können, dass schon wieder ein Seniorennachmittag ausfallen wird und vieles andere auch.

Und dann nennt sich mitten in dieser Zeit einer unserer Sonntage ganz frech „Lätare!“ – das heißt übersetzt „Freuet euch!“ Klingt das nicht zynisch? Wie soll man sich denn freuen angesichts der Nachrichten, die wir jeden Tag hören müssen? Wie soll man sich den freuen, wenn man die schönen Frühlingstage in der Wohnung verbringen muss?

Dieser Lätaresonntag steht unter einem Bibelwort aus Johannes 12,24:
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.

Für mich drückt er sehr viel von dem aus, was wir gerade erleben. Er spricht vom Abgeben und vom Gewinnen.

Stellen Sie sich einen Bauern vor, der im Frühjahr in seinem Kornspeicher steht. Viel ist über den Winter nicht übrig geblieben. Die Kinder haben Hunger und seine Frau wartet darauf, dass er ihr Korn bringt, damit sie davon Brot backen kann. Doch wenn sie jetzt alles aufessen, nur das sehen, was vor Augen ist, bleibt nichts mehr übrig zum Aussäen und sie werden im nächsten Winter hungern. Jetzt ist Augenmaß gefragt und Miteinander.

weiterlesen…Seniorenbrief Nr. 2